Hauptseite/Blaublatt Funkie
Funkien: Herkunft und Eigenschaften
Nicht alle Orte im Garten sind von der Sonne verwöhnt. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen fühlt sich die Funkie (Hosta) im Schatten aber sehr wohl. Sie eignet sich daher ideal, um schattige oder feuchte Standorte im Garten zu begrünen. Mit ihrem beeindruckenden Blattwerk macht sie aus sonst vernachlässigten Stellen im Garten wahre Schmuckstücke. Damit auch Ihnen der Anbau von Funkien gelingt, haben wir alles Wissenswerte über die beliebte Blattschmuckstaude in diesem Artikel zusammengefasst. Hier erfahren Sie, woher die Funkie stammt, welche Sorten es gibt, worauf Sie beim Kauf achten sollten, wie diese einzupflanzen und zu pflegen sind und wie Sie Funkien selbst vermehren können.
Funkien gehörten zur Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae) und zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Alle Funkien-Arten werden unter dem Sammelbegriff Hosta zusammengefasst. Ein weiterer Name für das schöne Gewächs ist Herzblattlilien.
Ob im Schattenbeet oder im japanischen Garten: Eine Funkie sollte dort niemals fehlen. Ihre große Sortenvielfalt lädt Sammler ein, immer neue Sorten im Garten auszuprobieren. Und nicht nur in Gartenbeeten, sondern auch im Kübel machen die winterharten Hosta eine gute Figur. Kein Wunder also, dass die Funkie im Jahr 2009 vom Bund deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres gewählt wurde.
Die Funkie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die dicke, verzweigte Wurzelstöcke (Rhizome) oder manchmal auch Ausläufer bildet. Die Pflanzen gibt es in ganz unterschiedlichen Größen, von Zwerg-Funkien bis zu Riesen-Funkien. An langen Blattstielen wachsen je nach Art verschieden große Blätter, die herzförmig, spatelförmig oder lanzettförmig sein können. Die Blattfarbe hängt ebenfalls von der Art und Sorte ab und kann graugrün, blaugrün, hellgrün, grüngelb oder sogar weiß mit oder ohne Musterung sein. An den oben beblätterten bis kahlen Stielen sitzen traubige Blütenstände. Die Blüten sind meist röhrig oder glockenförmig und können weiß, violett oder lila aussehen. Aus diesen entwickeln sich Kapselfrüchte, die viele schwarze, geflügelte Samen enthalten.

Funkien-Arten
Weltweit gibt es schätzungsweise 45 Funkien-Arten und über 4000 Sorten. Einen Überblick über die verschiedenen Arten und interessante Sortenvorschläge liefert Ihnen unser Spezialartikel. Einige besonders beliebte Funkien-Sorten stellen wir Ihnen hier vor.
- Abby: Diese Sorte trägt blaugrüne Blätter mit einem schmalen gelbgrünen Blattrand und eignet sich bestens für den Anbau im Topf.
- Aurea’: Diese Sorte der Art der Weißrand-Funkien wird auch Gold-Funkie genannt, weil ihre Blätter in einem leuchtenden Goldgelb erstrahlen.
- Doubled Up’: Diese Sorte zählt zu den Lilien-Funkien, die für ihre duftenden Blüten berühmt sind. Die großen, stark duftenden weißen Blüten dieser Sorte blühen von Mitte Juli bis August.
- Elegans: Diese beliebte Funkien-Sorte wird bis zu 70 cm hoch und bis zu 100 cm breit. Die Blätter sind einfarbig grün. Die Blütenfarbe ist Lila.
- Empress Wu’: Das Beeindruckende an dieser Riesen-Funkien-Sorte ist ihre schiere Größe: Sie kann bis zu 1,5 m in die Höhe wachsen, und die dunkelgrünen Blätter werden bis zu 60 cm lang.
- Feather Boa’: Die Blätter dieser Blaublatt-Funkie sind hellgrün bis gelb mit einem schmalen weißen Blattrand. Sie blüht in zartem Lila.
- Great Expectations’: Die Blätter dieser Sorte sind zweifarbig mit einem grünen Rand und einer helleren Mitte.
- June’: Länglich und herzförmig sind die Blätter dieser Sorte. Sie sind cremegelb gefärbt mit grünem Rand. Die Blattmitte ist im Frühjahr goldgelb und blau überlaufen. Zudem blüht diese Sorte blasslila. Durch ihren kleinen Wuchs eignet sie sich auch gut für den Anbau im Topf.
- Mediovariegata’: Das Besondere an dieser Schneefeder-Funkie sind die zweifarbigen, grün-weiß gestreiften Blätter, die gewellt und gedreht sind.
- Remember Me’: Die Blätter dieser Graublauen-Funkie sind cremeweiß und werden zum Blattrand hin hellgrün und graugrün. Sie blüht lila.
