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Der botanische Name ‚Alchemilla‘ leitet sich von ‚Alchemistenkraut‘ ab. So wurde der Frauenmantel zur Zeit des Mittelalters gern von Wissenschaftlern bezeichnet. Die Wissenschaftler waren von den sich jeden Morgen auf den Blättern bildenden Tautropfen – ein natürliches Destillat aus den Blättern – begeistert.
'''Herkunft'''


Von unten bis oben
Der Weiche Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist die auffälligste und bekannteste Art aus der Gattung der Frauenmäntel. Er ist heimisch im Kaukasus, Iran, Anatolien und im Balkan bis hin nach Rumänien. Dort ist er in Hochstaudenfluren, an Waldsäumen und auf Bergwiesen zu finden.
Ein kriechender Wurzelstock breitet sich im Erdreich aus. Aus ihm geht an der Oberfläche ein rosettenartiger Wuchs hervor. Bis zu 40 cm hoch und 50 cm breit wird er, der Frauenmantel.


Sein rundliches bis nierenförmiges Laub wird zwischen 5 und 15 cm breit, ist gelappt und an der Unterseite sanft behaart. Die Lauboberseite ist je nach Art kahl bis behaart. Im Juni wird das Laubgewand von langen Blütenständen überthront. Es sind rispenartige und seitenständige Blütenstände. Die einzelnen Blüten sind vierzählig und kronblattlos.
'''Wuchs'''


Ein Heilkraut der Spitzenklasse
Die buschig und stark wachsende Blattschmuckstaude wird 40 bis 60 Zentimeter hoch. Alchemilla mollis kann mit der Zeit große, dichte Bestände bilden, die Pflanze ist sehr konkurrenzstark – der perfekte Bodendecker also.
Sowohl die Blätter als auch die Blüten des Frauenmantels werden gern für Heilzwecke eingesetzt. Sie sind essbar und sollten mit dem Beginn der Blütezeit geerntet werden.


Ob ein Tee, ein Smoothie, eine Salbe oder eine Mundspülung, das Kraut, das sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden kann, wirkt unter anderen:
'''Blätter'''


* Aufgezählter Listeneintrag
Die hellgrünen Blätter des Weichen Frauenmantels haben einen hohen Zierwert. Sie sind wechselständig und rosettenartig angeordnet. Auf beiden Seiten ist das Laub dicht und samtig behaart. Die Blattspreiten haben eine Größe von etwa zwölf Zentimetern, die Blätter sind neun- bis elflappig mit gesägtem Rand. Sie sind das gesamte Jahr hindurch attraktiv, besonders aber, wenn sich auf ihnen Tau- oder Regentropfen sammeln.
*krampflösend
*blutreinigend
*durchblutungsfördernd
*entzündungshemmend
*schmerzstillend
*verdauungsfördernd
*antibakteriell
*beruhigend


'''Blüten'''
[[Datei:Weicher-frauenmantel.jpg|mini]]
Die winzigen, grün-gelben Blüten des Weichen Frauenmantels bilden schleierartige Blütenstände. Sie sind zwischen drei und sechs Millimeter groß und erscheinen sehr zahlreich von Juni bis August. In dieser Zeit bringen die großen Wolken aus Blüten den Blattschmuck beinahe zum Verschwinden. Die Zweige der Blütentriebe sind wie die Blätter ebenfalls behaart, die Blütenstiele jedoch kahl. Auch die Kelchbecher selbst können im unteren Bereich behaart sein.
'''Früchte'''
Der Weiche Frauenmantel sät sich reichlich selbst aus und sollte daher vor der Samenreife zurückgeschnitten werden. Die Früchte entwickeln sich als krautige bis knorpelige Kelchbecher, in denen ein bis zwei glatte, tropfenförmige Nüsschen eingeschlossen sind.
'''Pflege'''
Alchemilla mollis sollte beim Austrieb gedüngt werden, nach der Blüte wird die Staude bis auf den Grund zurückgeschnitten. Sie treibt dann frische Blattrosetten, die auch über den Winter noch gut aussehen. Um der Pflanze neue Kraft zu geben, sollten Sie sie mit einem schnellwirkenden mineralischen Dünger wie Blaukorn versorgen. Durch die starke Neigung zum Verwildern kann sich der Weiche Frauenmantel sehr aggressiv vermehren, daher sollte darauf geachtet werden, dass sich die Pflanze nicht über die Grenzen des Gartens ausbreitet.
'''Krankheiten und Schädlinge'''
Der Weiche Frauenmantel ist etwas anfällig für einen Befall mit Mehltau. Auch Schäden durch Larven verschiedener Eulenschmetterlinge kommen vor, an den Blättern fallen diese meist gering aus, an den Wurzeln jedoch können sie zum Absterben der Pflanze führen. Durch Milben können außerdem Blattflecken verursacht werden, noch nicht entfaltete Blätter werden gelegentlich vom Nagekäfer angeknabbert. Auch Rüsselkäfer und Blattwespenlarven können Löcher in das Laub fressen.


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Version vom 12. Juli 2024, 19:58 Uhr

Herkunft

Der Weiche Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist die auffälligste und bekannteste Art aus der Gattung der Frauenmäntel. Er ist heimisch im Kaukasus, Iran, Anatolien und im Balkan bis hin nach Rumänien. Dort ist er in Hochstaudenfluren, an Waldsäumen und auf Bergwiesen zu finden.

Wuchs

Die buschig und stark wachsende Blattschmuckstaude wird 40 bis 60 Zentimeter hoch. Alchemilla mollis kann mit der Zeit große, dichte Bestände bilden, die Pflanze ist sehr konkurrenzstark – der perfekte Bodendecker also.

Blätter

Die hellgrünen Blätter des Weichen Frauenmantels haben einen hohen Zierwert. Sie sind wechselständig und rosettenartig angeordnet. Auf beiden Seiten ist das Laub dicht und samtig behaart. Die Blattspreiten haben eine Größe von etwa zwölf Zentimetern, die Blätter sind neun- bis elflappig mit gesägtem Rand. Sie sind das gesamte Jahr hindurch attraktiv, besonders aber, wenn sich auf ihnen Tau- oder Regentropfen sammeln.

Blüten

Die winzigen, grün-gelben Blüten des Weichen Frauenmantels bilden schleierartige Blütenstände. Sie sind zwischen drei und sechs Millimeter groß und erscheinen sehr zahlreich von Juni bis August. In dieser Zeit bringen die großen Wolken aus Blüten den Blattschmuck beinahe zum Verschwinden. Die Zweige der Blütentriebe sind wie die Blätter ebenfalls behaart, die Blütenstiele jedoch kahl. Auch die Kelchbecher selbst können im unteren Bereich behaart sein.

Früchte

Der Weiche Frauenmantel sät sich reichlich selbst aus und sollte daher vor der Samenreife zurückgeschnitten werden. Die Früchte entwickeln sich als krautige bis knorpelige Kelchbecher, in denen ein bis zwei glatte, tropfenförmige Nüsschen eingeschlossen sind.

Pflege

Alchemilla mollis sollte beim Austrieb gedüngt werden, nach der Blüte wird die Staude bis auf den Grund zurückgeschnitten. Sie treibt dann frische Blattrosetten, die auch über den Winter noch gut aussehen. Um der Pflanze neue Kraft zu geben, sollten Sie sie mit einem schnellwirkenden mineralischen Dünger wie Blaukorn versorgen. Durch die starke Neigung zum Verwildern kann sich der Weiche Frauenmantel sehr aggressiv vermehren, daher sollte darauf geachtet werden, dass sich die Pflanze nicht über die Grenzen des Gartens ausbreitet.

Krankheiten und Schädlinge

Der Weiche Frauenmantel ist etwas anfällig für einen Befall mit Mehltau. Auch Schäden durch Larven verschiedener Eulenschmetterlinge kommen vor, an den Blättern fallen diese meist gering aus, an den Wurzeln jedoch können sie zum Absterben der Pflanze führen. Durch Milben können außerdem Blattflecken verursacht werden, noch nicht entfaltete Blätter werden gelegentlich vom Nagekäfer angeknabbert. Auch Rüsselkäfer und Blattwespenlarven können Löcher in das Laub fressen.

Wuchs
Wuchsform
horstbildend polsterbildend -------------------------------
Wuchsbreite 15 bis 30 cm
Wuchsgeschwindigkeit normal
Blüte
Blütezeit Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Blütefarbe gelbgrün
Blütenbeschreibung rote Blütenstiel, in Scheindolden zusammen ------------
Frucht
Früchte
Nüsschen -----------------------------------------------------------
Geschmack nicht zum essen
Laub
Blattwerk
geklappt,handförmig ---------------------------------------------------
Laubschmuck
Laubfarbe graugrün
Sostiges
Laubkleid/Nadelkleid
1 ----------------
Boden sandige bis steinig,gut durchlässig frisch
Frosthärte winterhart bis -20 grad
Pflanzbedarf bis zu 13 Stück pro m²