Hauptseite/Weicher Frauenmantel: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[https://wiki.kgv-anderlandwehr.de/index.php/Hauptseite/chattenbeet zurück | * [https://wiki.kgv-anderlandwehr.de/index.php/Hauptseite/chattenbeet zurück] | ||
'''Herkunft''' | '''Herkunft''' | ||
Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 14:18 Uhr
Herkunft
Der Weiche Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist die auffälligste und bekannteste Art aus der Gattung der Frauenmäntel. Er ist heimisch im Kaukasus, Iran, Anatolien und im Balkan bis hin nach Rumänien. Dort ist er in Hochstaudenfluren, an Waldsäumen und auf Bergwiesen zu finden.
Wuchs
Die buschig und stark wachsende Blattschmuckstaude wird 40 bis 60 Zentimeter hoch. Alchemilla mollis kann mit der Zeit große, dichte Bestände bilden, die Pflanze ist sehr konkurrenzstark – der perfekte Bodendecker also.
Blätter
Die hellgrünen Blätter des Weichen Frauenmantels haben einen hohen Zierwert. Sie sind wechselständig und rosettenartig angeordnet. Auf beiden Seiten ist das Laub dicht und samtig behaart. Die Blattspreiten haben eine Größe von etwa zwölf Zentimetern, die Blätter sind neun- bis elflappig mit gesägtem Rand. Sie sind das gesamte Jahr hindurch attraktiv, besonders aber, wenn sich auf ihnen Tau- oder Regentropfen sammeln.
Blüten

Die winzigen, grün-gelben Blüten des Weichen Frauenmantels bilden schleierartige Blütenstände. Sie sind zwischen drei und sechs Millimeter groß und erscheinen sehr zahlreich von Juni bis August. In dieser Zeit bringen die großen Wolken aus Blüten den Blattschmuck beinahe zum Verschwinden. Die Zweige der Blütentriebe sind wie die Blätter ebenfalls behaart, die Blütenstiele jedoch kahl. Auch die Kelchbecher selbst können im unteren Bereich behaart sein.
Früchte
Der Weiche Frauenmantel sät sich reichlich selbst aus und sollte daher vor der Samenreife zurückgeschnitten werden. Die Früchte entwickeln sich als krautige bis knorpelige Kelchbecher, in denen ein bis zwei glatte, tropfenförmige Nüsschen eingeschlossen sind.
Pflege
Alchemilla mollis sollte beim Austrieb gedüngt werden, nach der Blüte wird die Staude bis auf den Grund zurückgeschnitten. Sie treibt dann frische Blattrosetten, die auch über den Winter noch gut aussehen. Um der Pflanze neue Kraft zu geben, sollten Sie sie mit einem schnellwirkenden mineralischen Dünger wie Blaukorn versorgen. Durch die starke Neigung zum Verwildern kann sich der Weiche Frauenmantel sehr aggressiv vermehren, daher sollte darauf geachtet werden, dass sich die Pflanze nicht über die Grenzen des Gartens ausbreitet.
Krankheiten und Schädlinge
Der Weiche Frauenmantel ist etwas anfällig für einen Befall mit Mehltau. Auch Schäden durch Larven verschiedener Eulenschmetterlinge kommen vor, an den Blättern fallen diese meist gering aus, an den Wurzeln jedoch können sie zum Absterben der Pflanze führen. Durch Milben können außerdem Blattflecken verursacht werden, noch nicht entfaltete Blätter werden gelegentlich vom Nagekäfer angeknabbert. Auch Rüsselkäfer und Blattwespenlarven können Löcher in das Laub fressen.
Wuchsform |
horstbildend polsterbildend | ------------------------------- |
| Wuchsbreite | 15 bis 30 cm | |
| Wuchsgeschwindigkeit | normal |
| Blütezeit | Jan | Feb | Mar | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ | ★ |
| Blütefarbe | gelbgrün | |
| Blütenbeschreibung | rote Blütenstiel, in Scheindolden zusammen | ------------ |
Früchte |
Nüsschen | ----------------------------------------------------------- |
| Geschmack | nicht zum essen |
Blattwerk |
geklappt,handförmig | --------------------------------------------------- |
| Laubschmuck | ↑ | |
| Laubfarbe | graugrün |
Laubkleid/Nadelkleid |
1 | ---------------- |
| Boden | sandige bis steinig,gut durchlässig frisch | |
| Frosthärte | winterhart bis -20 grad | |
| Pflanzbedarf | bis zu 13 Stück pro m² |
